TTC Wettswil zeigt Kampfgeist und spannende Ballwechsel im Heimspiel gegen Thalwil 2
Heute empfing die erste Mannschaft des TTC Wettswil den Gast aus Thalwil in der Wolfi-Turnhalle in Wettswil zu einem wichtigen Meisterschaftsspiel. Die Ausgangslage war klar: Jetzt mussten endlich Punkte her, ansonsten wird es enorm schwierig, den drohenden direkten Abstieg noch zu verhindern. Während man sich in den vergangenen Saisons jeweils mehr oder weniger knapp vor den Abstiegsplätzen retten konnte, präsentiert sich die Situation in diesem Jahr deutlich ernster. Mit drei Punkten Rückstand und einem Spiel mehr belegt die Mannschaft um Captain Heinz Huber aktuell den letzten Tabellenplatz.
Um sich aus dieser Situation noch befreien zu können, mussten dringend Siege her. Mit Thalwil 2 stand ein Gegner gegenüber, gegen den man im Hinspiel im vergangenen Oktober nur knapp mit 4:6 verloren hatte. Entsprechend gross war die Hoffnung, den Heimvorteil zu nutzen und die notwendigen Punkte einzufahren.
Doch es kam anders als erhofft. Das vorgängige Einspielen verlief vielversprechend und die Spieler starteten motiviert in die ersten Partien. Adrian Spahn (D4) traf zum Auftakt auf den klar favorisierten Dirk Lemmermann (D7). Spahn fand nie richtig ins Spiel und konnte nur phasenweise sein Angriffsspiel durchsetzen, was schliesslich in einer klaren 0:3-Niederlage endete. Heinz Huber (C8) zeigte anschliessend eine starke Leistung gegen Zdravko Radisic (D4) und sicherte Wettswil mit einem 4:1-Sieg den ersten Punkt. Daniel Berger (D3) musste gegen Peter Birchmeier (D5) antreten. Dessen stabiles und druckvolles Spiel führte zu einer weiteren 0:3-Niederlage für Wettswil.
In der zweiten Runde wurde den Zuschauern Tischtennis auf hohem Niveau geboten. Sowohl Heinz Huber als auch Adrian Spahn kämpften sich in den fünften Satz, verloren ihre Partien jedoch denkbar knapp mit 8:11 beziehungsweise 9:11. Da auch Daniel Berger sein Spiel nicht zu seinen Gunsten wenden konnte, blieb Wettswil in dieser Runde ohne weiteren Punktgewinn.
Es folgte das Doppel, in dem Huber und Spahn gegen Lemmermann und Birchmeier antraten. Es entwickelte sich ein spannendes Duell mit sehenswerten Ballwechseln auf beiden Seiten. Beide Teams konnten Sätze klar für sich entscheiden, sodass der fünfte Satz die Entscheidung bringen musste. Auch dieser ging mit 7:11 an Thalwil.
In der letzten Runde waren nun mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Siege nötig. Heinz Huber liess Peter Birchmeier keine Chance und gewann klar in drei Sätzen. Daniel Berger trat anschliessend gegen Dirk Lemmermann an und kämpfte um jeden Punkt. Trotz grossem Einsatz setzte sich der Thalwiler dank seiner Konstanz in drei Sätzen durch.
Zum Abschluss kam es zum Duell zwischen Adrian Spahn und seinem langjährigen Rivalen Zdravko Radisic – Begegnungen, die in der Vergangenheit oft erst im fünften Satz entschieden wurden, meist zugunsten von Spahn. Auch dieses Mal versprach das Spiel hochklassigen Tischtennissport. Radisic startete besser und gewann die ersten beiden Sätze knapp mit 8:11 und 9:11. Spahn war stets nahe dran, wurde jedoch durch einfache Fehler gebremst. Den dritten Satz entschied er mit mutigem Angriffsspiel und platzierten Topspins klar mit 11:4 für sich. Im vierten Satz schlichen sich erneut Konzentrationsfehler ein und es ging in die Verlängerung. Am Ende setzte sich Radisic mit 15:17 durch.
Mit der deutlichen 2:8-Niederlage hatten die Wettswiler in dieser Form nicht gerechnet. Trotz grossem Einsatz, mehreren knappen Sätzen und sehenswerten Ballwechseln blieb der erhoffte Punktgewinn aus. Damit verschärft sich die Ausgangslage im Abstiegskampf weiter, und in den verbleibenden Spielen wird es nun umso wichtiger sein, jede sich bietende Chance konsequent zu nutzen. Die Mannschaft weiss, dass noch nichts entschieden ist, doch der Druck steigt von Runde zu Runde. Eines ist klar: Die Saison bleibt bis zum Schluss spannend. Wettswil gratuliert Thalwil zum verdienten Sieg.
